Medijana

Im einstigen Naisus (heute Niš), dem Geburtsort des römischen Kaisers Konstantin des Großen, wurde  und Anfang des 4. Jahrhunderts die luxuriöse Siedlung Medijana erbaut.
In diesem noblen Vorort verbrachten die römischen Kaiser ihre Zeit in luxuriösen Palästen, geräumigen Thermalbädern und genoßen die guten Weine, die in den nahegelegenen Kellern gelagert wurden. In den Räumlichkeiten aus dem 4. Jahrhundert lebte einst Konstantin der Große mit seinen Thronfolgern. Heute stehen die Überreste wie stumme Zeugen des Lebens der reichsten Bevölkerung aus dieser Zeit.

Die günstige Lage in der Nähe des Flussufers und der Thermalquellen ermöglichte einen leichten Wasserzugang; das Wasser wurde über ein Aquäduktsystem zum Wasserturm geleitet und von dort weiter über Kanäle in die Paläste, Thermalbäder und andere Objekte, deren Überreste man auch heute noch sehen kann.
Über den Reichtum der ehemaligen Bewohner von Medijana zeugen auch zahlreiche Mosaiken und Fresken, die man in über 80 Luxusgebäuden entdeckte. Die mit Mosaiken verzierten antiken Wände und Böden ziehen die Aufmerksamkeit der Besucher durch ihre Farben und Schönheit der Komposition an.
Im Bereich, wo sich einst die Hauptvilla mit einer Fläche von 6.000 Metern erstreckte, kann man die Überreste der Thermen und Getreidespeicher, wie auch das ganze Wasserversorgungssystem sehen.  In  der unmittelbaren Nähe liegen auch die Überreste einer Villa mit einem Peristyl – ein von Säulen umgebener.
Innenhof mit vergoldeten Mosaiken. Östlich von der Villa befinden sich die Überreste zweier frühchristlicher Kirchen und unweit davon die Überreste einer Militärkaserne und eines Kellers, in dem man den Wein für die römischen Imperatoren aufbewahrte.
Ende des 4. Jahrhunderts wurde Medijana in einem Brand schwer beschädigt, um dann, während der Invasion der Hunnen im Jahr 441, völlig zerstört zu werden. Die Siedlung wurde schnell erneuert, jedoch gelang es ihr nie wieder den alten Glanz zu erlangen. Die viel kleineren Gebäude, die im 5. und 6. Jahrhundert aus schlechterem Material errichtet wurden, konnten nicht mit den üppigen Palästen mithalten, in denen die römischen Kaiser lebten. Zu Beginn des 8. Jahrhunderts, in der Zeit des Durchdrangs der Awaren und Slowenen, verließen auch die letzten Bewohner Medijana.
Nach dem Besuch der Überreste der Stadtmauern, Mosaike und Marmorskulpturen, können Sie die römische Kultur im Nationalmuseum in Niš weiter erforschen. Dort werden viele Artefakte wie Skulpturen, Münzen und Überreste der Tore aus Bronze aufbewahrt. Einen Teil der Artefakte können Sie sich auch vor Ort, im Museum Medijana, ansehen.

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